DVD legal kopieren (Teil 1 von 2)
Eine DVD dürfen Sie nur kopieren, wenn Sie dabei keinen Kopierschutz umgehen (vorausgesetzt es ist überhaupt einer auf der DVD enthalten). Solch ein Szenario wäre erfüllt, wenn Sie “hinter” Ihrem DVD-Player einen Videorecorder installieren, der das Bild vom TV-Bildschirm aufzeichnet. Dann hätten wir eine “analoge” und somit legale Kopie. Also brauchen wir auf dem PC ebenfalls nur eine Software, die die DVD abspielt, sowie eine Software die das Abgespielte wieder aufzeichnet. (Teil 1 von 2).
Schreiben Sie uns Ihre Themenvorschläge über die Sie demnächst ein VideoTutorial sehen möchten.
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kwoxer sagt
am 14. August 2008 @ 21:33
Ohh das schaut sehr interessant aus
Pfirsich sagt
am 15. August 2008 @ 3:49
Also der VLC Player ist mir schon seit vier Jahren bekannt. Aber das das was in diesem Video gezeigt wird, ist für mich einen pfiffige Idee das (Rechts)System zu umgehen.
Zwei Fliegen mit einer Klappe oder auch geschnitten Brot würde ich mal sagen ^^
Mit freundlichem Gruß
Pfirsich
Alex1 sagt
am 13. September 2008 @ 16:08
Ich habe einen Film mit dem VLC Mediaplayer kopiert. Da der Film in Englisch ablief habe ich mit der rechten Maustaste auf das Bild geklickt und dann auf Audiospur. Dort war Englisch makiert und ich makierte Deutsch. Als der Film fertig kopiert war, schaute ich ob es funktioniert hatte. Der Film lief zuerst auf Englisch ab, aber ab dem ich die Sprache vorher während des Kopierens umgestellt hatte, war kein Ton mehr zu hören. Wie kann ich den Film auf Deutsch kopieren, ohne das später kein Ton abläuft?
admin sagt
am 14. September 2008 @ 2:45
@Alex1:
In dem VLC-Dialog “Medium öffnen”, in dem in dem Video zu Beginn mal die verschiedenen Kapitel durchsucht werden, gibt es auch die Moeglichkeiten die Audiospur auszuwählen. Also dort vor dem abspielen einfach die korrekte Spur anwählen.
TriffiD sagt
am 1. Oktober 2008 @ 14:52
Die Verwendung von VLC ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht legal!
VLC verwendet die Open-Source Bibliothek libdvdcss, die den css-Kopierschutz umgeht (knackt). Diese Bibliothek ist in den Windows Binaries von VLC fest implementiert. Es existieren imho Linuxvarianten des Programms, bei dem diese Bibliothek nicht enthalten ist. Dann ist die Verwendung völlig in Ordnung – allerdings können damit keine CSS geschützten DVDs abgespielt und kopiert werden.
Wäre auch zu schön gewesen.
admin sagt
am 1. Oktober 2008 @ 19:20
@TriffiD:
Hallo, ich glaub nicht das libDVDCSS den Kopierschutz knackt oder umgeht. VLC entschluesselt die DVD lediglich auf die gleiche Art wie es kommerzielle Programme (z.B. PowerDVD) auch machen.
VLC wird an der französischen Ingenieurschule École centrale Paris in Châtenay-Malabry bei Paris entwickelt. Das ist keine Garagenschmiede (wie SlySoft), von französichen Steuergeldern finanziert. Insoweit würd ich mich wundern, wenn auf Staatskosten etwas entwickelt wird, was nach französischem Recht illegal waere. FR und DE sind in diesen Fragen wg. der EU auch nicht sehr weit auseinander.
Ausserdem wird VLC über Heft-CDs vertrieben. Wenn das illegal wäre, hätte die ein oder andere CD sicher schon für Schlagzeilen gesorgt.
Auszug aus den VLC FAQ:
Ich denke hier wurde ein Trick angewendet, wie in den 90er mit der PGP-Verschlüsselung. Daher das “kontrovers”. Das erste “knacken”, damals von dem 17-jährigen Schweden (Norwegen?) war evtl. illegal. Wobei er ja vor Gericht (in Schweden/Norwegen oder was auch immer) freigesprochen. D.h. da war das legal. D.h. das nachbauen dieser Informationen ist dann auch legal.
Die OpenSource Szene geht ja oft hin, und baut solche Libs nochmal komplett neu auf, wenn sie unter dem Verdacht stehen “geklaut” zu sein, damit sie danach absolut sauber sind.
Dazu kommt dann noch (in DE) die Königsfrage, ob CSS überhaupt ein wirksamer Kopierschutz ist.
Finnisches Gericht hält DVD-Kopiersperre für “unwirksam”
http://www.heise.de/newsticker/Finnisches-Gericht-haelt-DVD-Kopiersperre-fuer-unwirksam–/meldung/90292
Natuerlich hat das Urteil eines finnischen Gerichts hier keine Aussagekraft, aber in DE hat noch nie ein Gericht darüber entschieden. Und ich bezweifel auch dass das jemals passieren wird. Wenn die Music/Film-Industrie hier eine Chance gesehen hätte, dann hätten sie die schon genutzt. Bloed ist halt, dass wohl in der Patentanmeldung steht, dass es kein Kopierschutz, sondern ein “Abspielschutz” ist.
All diese Unsicherheit sorgen für das “kontrovers”. Auf ein gleichzeitiges illegal würd ich da noch nicht schliessen.
Schaun wir mal was die Zukunft bringt.
Gruesse
P.S.: VLC und DVDs funktionieren unter Linux aber genauso, richtig? Weil wg. Linux ist der ganze Stein ja erst ins Rollen gekommen.
TriffiD sagt
am 2. Oktober 2008 @ 0:37
Die Wikipedia sagt über libdvdcss:
“libdvdcss generiert eine Liste möglicher Schlüssel. Sollte keiner der Schlüssel funktionieren (zum Beispiel wenn die DVD regionalcodiert ist), wird ein Brute-Force-Algorithmus angewandt.”
Das klingt schon nach knacken. Darüber hinaus werden von den VLC-Machern keine Patentgebühren für das patentrechtlich geschützte CSS-Verfahren bezahlt. Diese Pflicht fällt bei einer Freeware folglich an den Endverbraucher, der das natürlich nicht weiß/macht. So ist die Verteilung (zumal in Frankreich mit einem anderen Urheberrechtsgesetz) durch die École centrale Paris vielleicht legal, aber der Einsatz der Software hier in Deutschland eben fragwürdig.
Wenn ihr den Standpunkt einnehmen wollt, dass CSS ohnehin nicht als Kopierschutz gilt, weil irgendein finnisches Gericht (Ein Amtsgericht! Das ist die allerunterste Instanz) das anzweifelt, dann sind für euch auch eine Vielzahl von Rippern, die in Deutschland nicht mehr vertrieben werden dürfen legal. Das kann ich mir aber nicht vorstellen.
Wenn man bei VLC die Outputoption “Lokal wiedergeben” abgewählt lässt, geht das rippen der DVD viel schneller als die Spieldauer des Films. Es wird auch kein Bild oder Ton auf dem Bildschirm ausgegeben. In eurem Beitrag wird angegeben, dass es kennzeichnend für einen legalen Kopiervorgang sei, dass der Kopiervorgang der Filmlaufzeit entspricht. Das stimmt wohl auch, daher deutet die höhere Geschwindigkeit darauf hin, dass hier die Daten direkt von der DVD gepuffert werden um sie dann zu transcodieren. Diese, wenn auch temporäre, Kopie der DVD-Daten ist wahrscheinlich ebenfalls illegal.
VLC funktioniert mit DVDs unter Linux nur, wenn man die libdvdcss in vielen Distributionen extra runterlädt. Deswegen sind die Linuxer ja so sauer, dass sie nicht legal DVDs anschauen, geschweige denn kopieren können.
Die Überschrift “DVD legal kopieren” ist deshalb zumindest gewagt. Genau werden wir’s erst wissen, wenn sich mal einer “durchklagt”.
Grundsätzlich will ich nichts gegen die im Video vertretenen Aussagen gesagt haben. Das Abfilmen (sei es per Soft- oder Hardware) vom Bildschirm zwecks Kopienerstellung ist wohl legal. Nur VLC bietet dafür wahrscheinlich kein legales Quellmaterial (Film auf dem Bildschirm) und auch keine geeignete Aufnahmetechnik (abgreifen des Videosignals) an.
Dazu ist mir keine Freeware bekannt, bzw. die Freeware-Programme die den Bildschirm filmen können haben Probleme mit den Overlay-Fenstern von lizensierten Software DVD-Playern.
admin sagt
am 2. Oktober 2008 @ 2:13
Hi,
vielen Dank für die umfassenden Informationen. Wikipedia hatten wir zwar gelesen, aber nur den Eintrag zu VLC, den Eintrag von libdvdcss hatten wir nicht gelesen.
Wenn dieser wirklich mit Bruteforce arbeitet, dann “hackt” er.
Wir schliessen uns voll und ganz Deiner Meinung an und nochmals vielen Dank für die Erläuterung.
Gruesse
Libelle sagt
am 28. Dezember 2008 @ 13:02
Hallo Sembervideonen,
Bei Videolan.org hat sich etwas getan… es gibt (gab) eine neue Version! Leider kann ich Eure tolle Anleitung nicht umsetzen… ich finde schlicht weg die Menüs dazu nicht. Kann man das Video updaten auf die neue Version? Oder zumindest in Textform?
Vielen Dank
Libelle
Daniel264 sagt
am 29. Januar 2009 @ 21:12
Wegen dem letzten Eintrag von admin:
Heißt das nun, dass es doch illegal ist?
@ Libelle:
Der Menüpunkt wird da nur angerst genannt. Was ich aber zu noch sagen muss:
Ich glaube, dass die neue Version (0.9.8) verändert wurde, man deshalb nicht mehr die CSS-geschützten Titel aufnehmen kann.
Nochmal zu dem Menüpunkt:
Ich weiß den Namen nicht auswendig (da ich gerade die alte Version benutze (wegen oben genanntem Grund)), aber es ist auch der 1. von links oben. Alles sieht ein wenig anders aus, doch es geht wie im Video beschrieben (bis auf dass die kopiergeschützten Titel nicht gespeichert werden können).
Vielleicht wäre da ein neues Video angebracht (wegen der neuen Version).
Aber bitte auf jeden Fall nochmal rückmelden, ob das ganze nun legal oder illegal ist. Normalerweise habe ich bisher immer Rippersoftware benutzt und wollte nun umsteigen, doch wenn die VLC-Methode auch illegal ist, dann lohnt sich das ja nicht.
admin sagt
am 30. Januar 2009 @ 13:06
Über die genannte Methode erstellen Sie eine legale “analoge” Kopie erstellt, weil der Kopierschutz der auf der DVD evtl. vorhanden ist nicht umgangen wird. Ein umgehen wäre nicht erlaubt.
Eine dem VLC für Windows beiliegende Datei wird benutzt um die CSS-geschützten Filme abzuspielen. Das ist evtl. rechtlich in einer Grauzone. Das ist dann aber – wenn überhaupt – das Problem des Anbieters dieser Software oder desjenigen der vertreibt.
Ebenfalls ist nicht sicher (entsprechende Gerichtsurteile fehlen noch), ob CSS überhaupt ein Kopierschutz ist. Denn er sollte nie davor schützen eine DVD zu kopieren. Er soll lediglich davor schützen, dass eine für den europäischen Markt erstellte DVD auch in den USA abgespielt werden kann.
Ob den DVDs, auf denen steht, dass ein Kopierschutz vorhanden ist, noch ein zweiter Kopierschutz “beiliegt” weiss ich aber nicht.
Daniel264 sagt
am 30. Januar 2009 @ 18:54
Also das mit dem möglichen Zweitkopierschutz weiß ich:
Evtl. ist ein solcher bei alten DVDs nicht enthalten, doch bei fast allen neuen werden auch immer neue Kopierschutzsysteme angewendet. Da diese immer möglichst neu gehalten werden (um eben das Kopieren selbst mit Rippersoftware zu unterbinden), müssen ja die Rippersoftware (z.B. AnyDVD oder DVDFab) so oft Updates rausbringen. Manchmal mehrmals wöchentlich.
Das mit dem VLC, dass dieser Player die Filme “anschauen darf” und deshalb das CSS-Verfahren etc. (ich will nicht umgehen sagen, also:) anwendet, das ist mir schon klar. Es hat sich nur in den letzten Kommentaren so angehört, als ob VLC doch irgend welche “eindeutig” illegalen Methoden benutzt.
Gruß
Daniel
TriffiD sagt
am 1. Februar 2009 @ 12:01
Eine analoge Kopie läge vor, wenn die DVD auf dem Bildschirm angezeigt, und dieses Signal auf der Festplatte gespeichert würde. Wenn der Bildschirminhalt also quasi abgefilmt würde.
Wie ich bereits geschrieben habe, greift VLC direkt auf die DVD-Daten zu. Das wird dadurch deutlich, dass der Kopiervorgang erheblich schneller geht, wenn der Film nicht auch gleichzeitig wiedergegeben wird. Diese gleichzeitige Wiedergabe verzögert den Vorgang dabei nur (es wird eine zweite Instanz von VLC gestartet, die auf den gleichen Datenstrom zugreift), ändert aber nicht die Kopiermethode, die darin besteht, dass die Daten direkt(!) ausgelesen, auf der Festplatte zwischengespeichert und dann konvertiert werden. Das merkt man auch daran, das das Kopierergebnis wirklich perfekt ist. Diese Methode, mit temporärer Rohdatenkopie, ist aber eigentlich unstrittig illegal.
Über das von VLC angewandte Verfahren sind admin und ich uns allerdings offenbar nicht einig. Meine Meinung ist, dass die DVD-Wiedergabe mit VLC hinsichtlich der Legalität zumindest grenzwertig ist (und das ist sehr wohl auch ein Problem des Endverbrauchers, der nämlich die Software für die css-Entschlüsselung lizensieren müsste, wenn der Software-Hersteller dies nicht getan hat). An der Illegalität des Kopierverfahrens besteht (aus meiner Sicht) aber jedenfalls überhaupt kein Zweifel. Das ist auf diese Weise verboten.
Eine legale Methode besteht darin, die Grafikbeschleunigung bei der Wiedergabe von Dvds mit einer legalen Playersoftware (PowerDVD, WinDvd) abzuschalten (Systemsteuerung -> Anzeige -> Eigenschaften -> Erweitert -> Problembehandlung -> Regler “Hardwarebeschleunigung” auf 2. Position von links setzen), damit Videos nicht mehr im Overlay-Modus angezeigt werden, und den Bildschirm mit einer entsprechenden Software (z.B. CamStudio) wärend der Widergabe der DVD zu grbben. Die Qualität sinkt dabei allerdings deutlich ab und der Anspruch an den Rechner ist auch nicht gerade gering.
admin sagt
am 1. Februar 2009 @ 15:19
@TriffiD: Deswegen hatte ich das Wort Analog in Anführungsstriche gesetzt. Es ist keine technisch analog erstellte Kopie, sondern eine digitale Kopie, die rechtlich mit der von frührer bekannten analogen Kopie gleichgesetzt wird.
DJ sagt
am 4. Juni 2010 @ 9:09
Ich habe ein Problem
Wenn ich DVDs mit dem VLC kopiere haben die Kopien oft unter dem Film keinen Ton mehr
was kann ich dagegen machen